„Fair kaufen - verkaufen"

Gymnasium Harsewinkel engagiert sich für ein faires Harsewinkel

Unter dem Motto „Fair kaufen - Verkaufen" läuft in dieser Woche ein Projekt zum Thema fairer Handel (fair Trade) im Gymnasium Harsewinkel. Das Projekt soll darauf aufmerksam machen, wie wichtig es für die Kleinbauern in Süd- und Mittelamerika sowie in Afrika ist, dass wir fair gehandelte Produkte kaufen, die zudem noch ökologisch angebaut werden.
Tee, Kaffee, Kakao und Rohrzucker , die meisten Harsewinkeler werden dies im Supermarkt kaufen, aber nicht im Weltladen. In einer Unterrichtsreihe verschiedener Religions- und Erdkundekurse (Differenzierungskurse), ist vielen Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums klar geworden, wie wichtig es ist, fair gehandelte Produkte zu kaufen.
Der Grundstein des Projektes war damit gelegt, die Ideen für eine Art Projektwoche sprudelten und viele eifrige Schülerinnen und Schüler machten sich an die Arbeit, Informationen zum Thema zu sammeln, Plakate anzufertigen und Ideen für die Präsentation des Projektes zu sammeln. Allen war klar, dass man die fair gehandelten Produkte in Harsewinkel noch bekannter machen muss.
Um möglichst viele Leute ansprechen zu können, hatte das Gymnasium bisher an zwei Samstagen auf dem Wochenmarkt in Harsewinkel am Weltladenstand fair gehandelten Kaffee ausgeschenkt.
Um die fair gehandelten Produkte auch den Schülern in der Schule nahe zubringen, gab es diese Woche im Foyer des Gymnasiums in den Pausen einen Stand, wo am Dienstag fair gehandelter Tee ausgeschenkt wurde, am Mittwoch gab es Kaffee und Espressokuchen, am Donnerstag stand die Kakaobohne im Vordergrund und wurde durch Schokoladenkuchen und Kakao vertreten und am Ende der Woche ging es um die süße Versuchung des Rohrzuckers und Honigs, in Form von Gebäck und Kuchen.
Im Foyer gab es außerdem zahlreiche Plakate zum Thema fairer Handel, Weltläden und die Produktionsweise fair gehandelter Produkte.
Das Projekt wurde von der Religionslehrerin Frau Henneböle-Haffert, vom Religionslehrer Herrn Klöpper und von der Erdkundelehrerin FrauBischoff begleitet. Pfarrer Liebschwager und Frau Mohring-Kohler vom Weltladen standen dem Projekt jederzeit mit Rat und Tat zur Seite: z.B. wurde über den Weltladen in Harsewinkel und über die faire Handelsorganisation El Puente informiert, von der der Weltladen in Harsewinkel viele Produkte bezieht, vor allem Tee und Kaffee.
Als wir zum Thema Kaffee recherchierten, stießen wir bei El Puente auf ein interessantes Projekt, das allen Beteiligten gleich zusprach. El Puente bietet für Städte, die mehr als 1 Tonne Kaffee pro Jahr verkaufen, die Möglichkeit, die Kaffeetüte z.B. mit dem Städtelogo selbst zu gestalten. Deshalb lautet ein weiteres Ziel unserer Projektarbeit, möglichst viel fair gehandel-ten Kaffee in die Küchen von Harsewinkel zu bringen.
Das Geld, das man hier für fair gehandelte Produkte bezahlt, hilft nicht nur den Kleinbauern, ihre Familien zu ernähren, es hilft auch bei sozialen Projekten, zum Beispiel durch den Bau von Krankenhäusern und Schulen. Außerdem können sich Kleinbauern dann von ihrer Ernte selbst ernähren und sind nicht mehr von vielen Zwischenhändlern und schwankenden Welt-marktpreisen abhängig.
Der Weltladen ist noch bis Oktober auf dem Wochenmarkt vertreten. Wir hoffen jetzt auf breite Unterstützung aller Harsewinkeler!!

Geschrieben von Jana Osterheider