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Auch wenn die konkreten Unterrichtsthemen durch die obligatorischen Vorgaben des Zentralabiturs stets in bestimmten Zyklen wechseln, zeigen sich doch einige wichtige Konstanten, die die Arbeit im Deutschunterricht der Sekundarstufe II bestimmen. Im Vordergrund steht dabei zum einen der vertiefende Umgang mit poetischen (literarischen) Texten und Medien sowie pragmatischen Sachtexten in ihren jeweiligen epochalen Entstehungs- und Wirkzusammenhängen. Zum anderen geht es um die Weiterentwicklung der sprachlichen Ausdrucksfähigkeit, auch durch eine Reflexion der Bedingungsfaktoren gelingender Kommunikation und Erörterungen der Frage, in welcher Weise unser Denken und unsere Wirklichkeitswahrnehmung durch Sprache beeinflusst und moduliert werden. Natürlich leistet das Fach Deutsch in diesem Sinne auch einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung wissenschaftsorientierten Lernens und Arbeitens.
Aber der Deutschunterricht hat auch Einfluss auf die persönliche Entwicklung und die Förderung sozialer Verhaltenskompetenzen jedes Schülers und jeder Schülerin. Die Auseinandersetzungen mit den biografischen sowie kulturgeprägten „Welt-Modellen" der Literatur erhöht nicht nur die ästhetische Urteilskraft, sondern befähigt auch zu einer reflektierten Selbst- und Fremdwahrnehmung. Im fiktionalen Schonraum der Literatur werden denkbare Einstellungs- und Handlungsmuster vorgeführt, welche die Entscheidungsgrundlage des eigenen moralisch-ethischen Handelns durch negative wie positive Vorbilder verbreitern können.
Literatur bleibt am Gymnasium Harsewinkel jedoch nicht nur gedrucktes Wort, sondern erfährt auch eine „Verlebendigung", etwa in den Theater- und Filmkursen des Profilfaches „Literatur" oder bei den regelmäßig von den Leistungskursen Deutsch veranstalteten Lyrikabenden in der Aula der Schule [mehr dazu].
