Der Umweltbus zu Besuch in Harsewinkel
Der Umweltbus ist ein rollendes Klassenzimmer und mobile Umweltstation zugleich und unterstützt seit 1992 die schulische und außerschulische Umweltbildungsarbeit der Natur- und Umweltschutz-Akademie Nordrhein-Westfalen (NUA).(https://www.nua.nrw/lumbricus)

Die Schüler*innen arbeiten nach verschiedenen wissenschaftlichen Schwerpunkten, um sich ein Bild vom „Gesundheitszustand“ des Baches zu machen. Dabei ist das Vorgehen wie bei den „Profis“ aus der Wissenschaft: Hierzu gehört ein Team, welches verschiedene Parameter der Wasserqualität erfasst (Temperatur, Sauerstoffgehalt, Fließgeschwindigkeit, Salze wie Phophat usw.). Zudem gibt es ein weiteres Team, das sich den Verlauf des Bachbettes genauer anschaut: Ist es natürlich, ist der Bach einbetoniert, wie sieht die Uferbefestigung aus, welche Pflanzen wachsen an seinen Ufern?
Darüber hinaus suchen mehrere Kleingruppen nach Wasserlebewesen in verschiedenen Abschnitten und Bereich des Baches, dabei werden auch Steine umgedreht, im Schlamm gesiebt und auch im Bereich der Stromschnellen gekeschert.
Nach der Untersuchung vor Ort geht es zurück zum Bus, wo im rollenden Labor die Proben und Tierfunde mikroskopisch untersucht und bestimmt werden. Dabei stoßen wir auf viele interessante Insekten, wie Eintagsfliegenlarven, Köcherfliegenlarven, Flussflohkrebse, Wasserschnecken und viele mehr. Die Schüler*innen erfahren, ob diese Tiere eher im sauberen Wasser vorkommen oder auch in belasteten Gewässern leben können. Welche Aufgaben haben sie im Ökosystem? Da ein Großteil aller Insekten eine Lebensphase im Wasser hat, spielen sie auf jeden Fall eine wichtige Rolle, denn sie sind Teil der Nahrungskette für Tiere an Land und im Waser, der Bestäubung und ohne sie wären die Folgen für Mensch und Umwelt fatal.
Zuletzt fügen wir wie bei einem Puzzle unsere Ergebnisse zusammen und bewerten wir den Zustand des Abrocksbachs mit einer Schulnote. Leider ist diese, wie in den letzten Jahren zuvor, mangelhaft: die Phosphatwerte im Wasser sind einfach viel zu hoch. Erfreulich ist aber, dass alle anderen Werte im Zweierbereich waren und wir auch viele Tiere gefunden haben, die durchaus einen Anspruch an die Wasserqualität haben. Auch ist der Uferbereich von einigen typischen Pflanzenarten, wie die Erle und Wasserdost bewachsen und hat in Teilen ein natürliches Bachbett. Somit ist der Zustand des Baches erfreulicherweise nicht ganz so schlecht.
Wer sehen möchte, welche Tierchen wir so entdeckt haben, kann sich folgenden link anschauen, der aber leider nur bis zum 17.6.26 abrufbar ist: