„Der Tag, an dem die Maske fiel“ – Gedenkstunde am jüdischen Friedhof
Am Sonntag nahmen Schüler:innen unseres Gymnasiums an der städtischen Gedenkfeier auf dem jüdischen Friedhof am August-Einstein-Weg teil. Anlass war der 9. November, der an die Novemberpogrome von 1938 und den Beginn der systematischen Verfolgung jüdischer Mitbürger:innen erinnert.
Zahra Daulati, Eva Marie Wellensiek, Josefine Miriam Collins, Johanna Marylin Collins, Elisa Beßmann, Mihail Cernat sowie Wolfram Bjarne Randerath gestalteten die Feier gemeinsam mit Stadtarchivarin Nicole Kockentiedt und Bürgermeisterin Pamela Westmeyer.
In Texten, Zitaten und persönlichen Gedanken machten die Jugendlichen deutlich, wie schleichend Ausgrenzung beginnt und wie schnell aus Worten Taten werden können. Ein Beitrag trug den Titel „Der Tag, an dem die Maske fiel“ und erinnerte daran, dass am 9. November Millionen Menschen endgültig erkannten, wohin Judenfeindschaft und Hass führen.
Nicole Kockentiedt betonte, wie wichtig eine lebendige Erinnerungskultur ist, die nicht bei historischen Daten stehen bleibt, sondern Brücken zur Gegenwart schlägt. Bürgermeisterin Pamela Westmeyer hob hervor, dass Demokratie Mut, Haltung und Widerspruch gegen jede Form von Antisemitismus und Rassismus braucht. Wolfram Bjarne Randerath wünschte sich, dass seine Generation aus den Fehlern der Vergangenheit lerne.
Die Beteiligung unserer Schüler:innen zeigte eindrucksvoll, dass Erinnerung nicht nur ein Blick in die Vergangenheit ist, sondern ein Auftrag für heute: hinsehen, widersprechen und für die Würde jedes Menschen eintreten.