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Latein

Das Fach Latein wird am Gymnasium Harsewinkel als 2. Fremdsprache ab der Jahrgangsstufe 6 angeboten, die bis zum Ende der Einführungsphase in einem sogenannten aufsteigenden Unterricht fortgeführt und mit dem Erwerb des Latinums abgeschlossen wird.

In den aufeinanderfolgenden Jahrgängen werden in der Regel 3 Kurse eingerichtet, die von etwa 50% der Schülerinnen und Schüler des jeweiligen Jahrgangs besucht werden.

Darüber hinaus wird Latein ab der Jahrgangsstufe 8 im Wahlfachbereich II dreistündig als dritte Fremdsprache in einem Kurs unterrichtet, der mit Abschluss der Qualifikationsphase 2 zum Erwerb des Latinums führt.

In der Laufzeit der Sprachkurse werden altersentsprechend folgende Themen als Zielsetzung dem Lateinunterricht zugrundegelegt:

Jahrgangsstufe 6-8: Spracherwerbsphase

systematische Sprach- und Textarbeit und der deutschen und lateinischen

Grammatik, Erwerb des lateinischen Grundwortschatzes, Förderung der

Ausdrucksfähigkeit im Deutschen, fachübergreifende Bezüge zu den modernen

Fremdsprachen;

Jahrgangsstufe 9: Spracherwerbs und Übergangsphase zur Lektüre

Ende der Lehrbuchphase und Beginn der Übergangslektüre

Übersetzung und Erschließung lateinischer Lektüretexte, zunehmend auch im Zusammenhang mit Textauszügen aus der Originallektüre;

Einführungsphase und Erwerb des Latinums (Latein ab Jahrgang 6):

Übersetzung / Lektüre und Interpretation literarischer Texte (Originalliteratur),

Auszüge aus Ovids Metamorphosen und aus Cicero, In Verrem

(zur Auswahl: Sallust).

Jahrgangsstufe 6 – Einführungsphase: Kulturkompetenz

Das Alltagsleben im antiken Rom, römische und griechische Mythen,

römische (Früh-) Geschichte, römische und griechische Philosophie,

die Römer in Deutschland (z.B.: Köln, Xanten und Kalkriese),

Verknüpfung von Antike und Gegenwart: Beschäftigung mit der Gedanken-

und Wertewelt der Antike und ihrer Rezeption, Erkennen der zeitlosen Gültigkeit

grundlegender Fragen menschlichen Daseins, Reflexion über die eigene Lebensgestaltung.

In der gymnasialen Oberstufe wird die Möglichkeit geboten, Latein als Fremdsprache für den Bereich des Aufgabenfeldes I der Qualifikationsphase 1 und 2 im Rahmen eines Grundkurses und dementsprechend auch als 3. oder 4. Abiturfach zu wählen.

Die gemeinsame Entwicklung von Materialien und Unterrichtsvorhaben, die Evaluation von Lehr- und Lernprozessen sowie die stetige Überprüfung und eventuelle Modifikation des schulinternen Curriculums durch die Fachkonferenz Latein stellen einen wichtigen Beitrag zur

Qualitätssicherung und –entwicklung des Lateinunterrichts dar.

Zurzeit besteht die Fachschaft Latein des Gymnasium Harsewinkel aus vier für die Sekundarstufen I und II ausgebildeten Lehrkräften.

Curricula

Jahrgang 6          a] Sprachkompetenz / Methodenkompetenz

  • Kasuslehre – Tempora (Präsens / Perfekt) – AcI (lat. Satzkonstruktion),
  • Übersetzungsmethoden (Satzgliedabfrage, Pendelmethode,

lineares Übersetzen),

  • Lernen lernen.

b] Kulturkompetenz

  • Das Leben der Römer: Familienleben und -feste, Senat und Kurie,

Lesen und Schreiben wie die Römer, Circus Maximus, Kolosseum

Jahrgang 7           a] Sprachkompetenz / Methodenkompetenz

  • Kasuslehre / KNG-Regel – AcI (Erweiterung) – Adverbiale Nebensätze –

– Relativsätze – Tempora – Aktiv / Passiv,

  • Text- und Bildanalyse.

b] Kulturkompetenz

  • Römische Frühgeschichte, griechisch- römische Mythen und Götterwelt:

Hannibal – Cicero – Caesar, Aeneas, Apollo und Pythia.

 

Jahrgang 8           a] Sprachkompetenz / Methodenkompetenz

  • Satzwertige Konstruktionen: AcI – Participium coniunctum – Ablativus absolutus,
  • Sprachenvergleich,
  • Steigerung der Adjektive und Adverbien.

 

b] Kulturkompetenz

  • Römische Frühgeschichte, griechisch- römische Mythen und Götterwelt, griechische Philosophie, Tragödie und griechisches Theater:

Aeneas, Odysseus, Narcissus und Echo, Cato und die griechische Philosophie, Antigone, Phaedra, Oedipus,

  • Text- und Bildanalyse.

Jahrgang 9          a] Sprachkompetenz / Methodenkompetenz

  • Modus (Konjunktiv/Indikativ) – Konjunktivische Haupt- und Nebensätze,

Gerundium / Gerundivum – Deponentien,

  • Sprachenvergleich,
  • Vom Lehrbuch zur (Übergangs-) Lektüre:

– Textanalyse und -interpretation

– Arbeiten mit dem Wörterbuch (Stowasser).

b] Kulturkompetenz

  • Der Einfluss der Römer in seinen Provinzen:

Kleinasien und Europa,

  • Die Römer in Germanien: Köln, Xanten und Teutoburger Wald,
  • Antike Brücken nach Europa und zur Gegenwart.

Unter Beachtung der seitens des Kernlehrplans geltenden Vorgaben für die Abschlussprüfung (Erwerb des Latinums) werden in der Einführungsphase folgende Themen behandelt:

  1. Halbjahr: Ovid, Metamorphosen (ausgewählte Textstellen)
  • Antike Literatur – römische Dichtung,
  • Antike Literatur (mythologischer Schwerpunkt) und ihre Rezeption,
  • Einführung der Metrik,
  • Stilistische Mittel, Textanalyse und -interpretation.

 

  1. Halbjahr: Cicero, In Verrem (ausgewählte Textstellen)
  • Antike Literatur – Rede und Rhetorik (Prosa),
  • Rede und Rhetorik und deren Einfluss auf Politik und Gesellschaft,
  • Rhetorische Mittel, Textanalyse und -interpretation.

 

[zur Auswahl: Sallust, De coniuratione Catilinae]

Unter Beachtung der seitens des Kernlehrplans geltenden Vorgaben für die schriftlichen und mündlichen Abiturprüfungen werden in der Qualifikationsphase 1 und 2 folgende Themen behandelt:

Qualifikationsphase 1:          Seneca, Epistulae morales ad Lucilium

(ausgewählte Textstellen)

  • Antike Literatur – Prosa
  • Römische Philosophie
  • Erkennen der zeitlosen Gültigkeit grundlegender Fragen menschlichen Daseins
  • Reflexion über die eigene Lebensgestaltung,
  • Sprachlich-stilistische Mittel, Textanalyse und –

 

Ovid, Metamorphosen (ausgewählte Textstellen)

  • Antike Literatur – römische Dichtung / Epos,
  • Antike Mythologie (historischer Schwerpunkt) und ihre Rezeption – „Das Prinzip Wandel“,
  • Vertiefung der Metrik,
  • Sprachlich-stilistische Mittel, Textanalyse und –

Qualifikationsphase 2:         Livius, Ab urbe condita (ausgewählte Textstellen)

  • Merkmale und Institution der Republik aus dem

Blickwinkel des augusteischen Prinzipats,

  • Römische Geschichtsschreibung,
  • Staat und Gesellschaft
  • Sprachlich-stilistische Mittel, Textanalyse und –

 

Cicero, Pro Sestio (ausgewählte Textstellen)

  • Rede und Rhetorik
  • libera res publica
  • Staat und Gesellschaft
  • Sprachlich-stilistische Mittel, Textanalyse und –

Leistungsbewertung

Instrumente

 

Lateinische Klassenarbeiten bestehen aus zwei klar voneinander getrennten Aufgabenteilen.

Der erste Teil besteht aus einem lateinischen Text, der ins Deutsche zu übertragen ist,

der zweite Teil aus Grammatikübungen, Aufgaben zur Kulturkompetenz und/oder Interpretationsaufgaben.

Der Übersetzungsteil wird dem Beschluss der Fachschaft entsprechend in den jeweiligen Jahrgängen im Verhältnis 2:1 oder 3:1 gegenüber dem zweiten Teil der Klassenarbeit gewertet.

In den Klassen 6 und 7 werden pro Halbjahr drei Klassenarbeiten geschrieben.

In der Klasse 8 sind vier bis fünf Arbeiten zu schreiben.

In der Regel werden im ersten Halbjahr zwei und im zweiten Halbjahr drei Arbeiten geschrieben.

In der Klasse 9 sind  pro Halbjahr zwei Arbeiten zu schreiben.

Den Schülerinnen und Schülern werden die Kriterien zum Beurteilungsbereich „Sonstige Mitarbeit“ zu Beginn des Schuljahres mitgeteilt.

Leistungsaspekte:

Schriftliche Leistungen

  • Überprüfung der Vokabelkenntnisse,
  • Überprüfung der lateinischen Grammatikkenntnisse.

Mündliche Leistungen

  • Beteiligung am Unterrichtsgespräch,
  • Zusammenfassungen zur Vor- und Nachbereitung des Unterrichts,
  • Präsentation von Arbeitsergebnissen aus Einzel- Partner- oder Gruppenarbeit,
  • Referate,
  • Mitarbeit in Partner-/ Gruppenarbeitsphasen.

 

Kriterien

Die folgenden allgemeinen Kriterien gelten sowohl für die mündlichen als auch für die schriftlichen Formen der sonstigen Mitarbeit.

Die Bewertungskriterien stützen sich auf:

  • die Qualität der Beiträge,
  • die Quantität der Beiträge und
  • die Kontinuität der Beiträge.

 

Besonderes Augenmerk wird dabei auf folgende Aspekte gelegt:

  • die sachliche Richtigkeit,
  • die angemessene Verwendung der Fachsprache,
  • die Darstellungskompetenz,
  • die Komplexität und der Grad der Abstraktion,
  • die Selbständigkeit im Arbeitsprozess,
  • die Präzision und
  • die Differenziertheit der Reflexion,

 

Bei Gruppenarbeiten wird zusätzlich auf Folgendes geachtet:

  • das Einbringen in die Arbeit der Gruppe,
  • die Durchführung fachlicher Arbeitsanteile,
  • die Qualität des entwickelten Resultats der Aufgabenstellung.

 

Grundsätze der Leistungsrückmeldung und Beratung:

Die Grundsätze der Leistungsbewertung werden zu Beginn eines jeden Halbjahres den Schülerinnen und Schülern transparent gemacht. Rückmeldungen über den Leistungsstand erfolgen:

  • bei Rückgabe von schriftlichen Leistungsüberprüfungen,
  • nach einem Vortrag oder einer Präsentation,
  • bei auffälligen Leistungsveränderungen,
  • auf Anfrage,
  • als Quartalsfeedback und
  • bei Eltern- oder Schülersprechtagen.

 

Die Leistungsrückmeldung erfolgt durch:

  • ein Gespräch mit der Schülerin/dem Schüler,
  • einen Feedbackbogen,
  • schriftliche Begründung einer Note,
  • individuelle Lern-/Förderempfehlung.

Instrumente

  • 2 Klausuren je Halbjahr, Dauer der Klausuren: 2 Unterrichtsstunden,

zweigeteilte Aufgabenstellung: Übersetzung eines lateinischen Textes

(Originalliteratur: Auszüge aus Ovid und Cicero / Sallust) und Interpretationsaufgaben

Den Schülerinnen und Schülern werden die Kriterien zum Beurteilungsbereich „Sonstige Mitarbeit“ zu Beginn des Schuljahres genannt.

Diese richten sich nach den Beurteilungskriterien zur „Sonstigen Mitarbeit“ der gymnasialen Oberstufe (siehe hierzu Beurteilungsbereich Latein – Oberstufe (Q1/Q2) – „Sonstige Mitarbeit“).

Verbindliche Absprachen der Fachkonferenz:

  • Alle Schülerinnen und Schüler fertigen in der Einführungsphase als Einzelarbeit oder in Kleingruppen ein Romreferat an, das in schriftlich ausgearbeiteter Form von etwa           8 getippten DIN A4 Seiten als Arbeitsmappe eingereicht und während der Exkursion        in Rom vorgetragen wird. Diese Leistung wird in die Note für die Sonstige Mitarbeit einbezogen.

Instrumente

 

  • Kurse Q 1: 2 Klausuren je Halbjahr, Dauer der Klausuren: 2 oder 3 Unterrichtsstunden (im Grundkurs),

zweigeteilte Aufgabenstellung: Übersetzung eines lateinischen Textes (Originalliteratur) und Interpretationsaufgaben

  • Anstelle einer Klausur kann gemäß dem Beschluss der Lehrerkonferenz in Q 1.2 eine Facharbeit geschrieben werden, die dem Niveau einer Klausur entsprechen muss.

 

  • Kurse Q 2:  2 Klausuren im 1.Halbjahr, Dauer der Klausuren: 3 Unterrichtsstunden

1 Klausur unter Abiturbedingungen im 2.Halbjahr,

zweigeteilte Aufgabenstellung: Übersetzung eines lateinischen Textes (Originalliteratur) und Interpretationsaufgaben

 

Die Aufgabentypen sowie die Anforderungsbereiche I-III sind entsprechend den Vorgaben in Kapitel 3 des Kernlehrplans zu beachten.

Den Schülerinnen und Schülern werden die Kriterien zum Beurteilungsbereich „sonstige Mitarbeit“ zu Beginn des Schuljahres genannt.

Leistungsaspekte:

Schriftliche Leistungen

  • Überprüfung der Vokabelkenntnisse,
  • Überprüfung der lateinischen Grammatikkenntnisse.

 Mündliche Leistungen

  • Beteiligung am Unterrichtsgespräch,
  • Zusammenfassungen zur Vor- und Nachbereitung des Unterrichts,
  • Präsentation von Arbeitsergebnissen,
  • Referate,
  • Mitarbeit in Partner-/Gruppenarbeitsphasen.

Kriterien:

Die folgenden allgemeinen Kriterien gelten sowohl für die mündlichen als auch für die schriftlichen Formen der sonstigen Mitarbeit.

Die Bewertungskriterien stützen sich auf

  • die Qualität der Beiträge,
  • die Quantität der Beiträge und
  • die Kontinuität der Beiträge.

Besonderes Augenmerk wird dabei auf

  • die sachliche Richtigkeit,
  • die angemessene Verwendung der Fachsprache,
  • die Darstellungskompetenz,
  • die Komplexität und den Grad der Abstraktion,
  • die Selbstständigkeit im Arbeitsprozess,
  • die Präzision und
  • die Differenziertheit der Reflexion gerichtet.

Bei Gruppenarbeiten auch auf

  • das Einbringen in die Arbeit der Gruppe,
  • die Durchführung fachlicher Arbeitsanteile und
  • die Qualität des entwickelten Resultats der Aufgabenstellung.

Grundsätze der Leistungsrückmeldung und Beratung:

Die Grundsätze der Leistungsbewertung werden zu Beginn eines jeden Halbjahres den Schülerinnen und Schülern transparent gemacht. Leistungsrückmeldungen können erfolgen

  • bei Rückgabe von schriftlichen Leistungsüberprüfungen,
  • nach einem Vortrag oder einer Präsentation,
  • bei auffälligen Leistungsveränderungen,
  • auf Anfrage,
  • als Quartalsfeedback und
  • zu Eltern- oder Schülersprechtagen.

Die Leistungsrückmeldung kann

  • durch ein Gespräch mit der Schülerin oder dem Schüler,
  • durch einen Feedbackbogen,
  • durch die schriftliche Begründung einer Note oder
  • durch eine individuelle Lern-/Förderempfehlung erfolgen.

Leistungsrückmeldungen erfolgen auch in der Einführungsphase im Rahmen der kollektiven und individuellen Beratung zur Wahl des Faches Latein als fortgesetztes Grundkursfach in der Qualifikationsphase.