Spanienaustausch 2015

Spanische Gastfreundschaft hautnah

Bereits zum zweiten Mal reiste eine harsewinkeler Schülergruppe der Q1, begleitet durch die beiden Spanischlehrerinnen Carina Nollmann und Urte Rose de Vries, in den Norden der Iberischen Halbinsel, um eine Woche lang in spanischen Gastfamilien zu verbringen. Die Schülerinnen und Schüler lernen am Gymnasium seit etwa einem Jahr Spanisch und sahen nun ihrem ersten wirklichen „Praxistest" entgegen. Da bereits im Juli dieses Jahres eine Austauschgruppe aus Bueu zu Besuch in Harsewinkel war, kannten sich einige Schüler schon, sodass die Eingewöhnung nicht allzu schwer fallen sollte. Trotzdem war der Moment der Ankunft in Bueu sehr aufregend für alle. Kaum war die deutsche Gruppe angekommen, verteilten sich die Schüler auf ihre Gastfamilien, die sie herzlich begrüßten, und verbrachten die erste Nacht in einer noch fremden Umgebung. Die spanische Gastfreundschaft erleichterte ihnen aber die schnelle Eingewöhnung, sodass am Ende der Woche allen die Verabschiedung sehr schwer fiel.
Wie ihre spanischen Gastgeber besuchten auch die harsewinkeler Schüler den Unterricht an der dortigen Schule IES Johan Carballeira in Bueu, bei der es sich nicht nur um eine weiterführende allgemeinbildende Schule handelt, sondern zudem auch Berufsschüler für Schlosserei, Fischereiwesen, Friseurhandwerk und Kosmetik ausgebildet werden. So stellten sich einige Schülerinnen kurzerhand als Modelle für die Friseurlehrlinge des zweiten Lehrjahres zur Verfügung, was jedoch nicht immer zur erwarteten Traumfrisur führte.
Neben der Teilnahme am spanischen Schulalltag durften die Schülerinnen und Schüler aber auch die Region um Bueu erkunden. Oft begleitet durch ihre spanischen Austauschschüler, machten sie Ausflüge in die nahegelegenen Städte Vigo oder Santiago de Compostela. Außerdem erwanderten sie die Natur um Bueu, ob Strände, Bergland mit steinzeitlichen Hügelgräbern oder einen fast märchenhaften Wassermühlenweg inmitten eines alten Waldes.
Der Fischerort Bueu bot den ostwestfälischen Landratten zudem die ganze Palette maritimer Aktivitäten von der Muschelzucht über die genossenschaftliche Fischauktion bis hin zur Markthalle mit einem eindrucksvollen Fischangebot, das von pizzagewohnten Schülern teils argwöhnisch betrachtet, aber auch mutig probiert wurde.
Eine Woche voller neuer und lebendiger Eindrücke, die kein Urlaubsaufenthalt in Spanien vermitteln kann, war für die harsewinkeler Schülerinnen und Schüler ein weiterer Baustein in ihrer Schullaufbahn, in der immer wieder persönliche Erfahrungen und Herausforderungen in den Mittelpunkt gestellt werden.

Spanienaustausch 2014

Harsewinkler Schülerinnen bringen Sonne nach Galizien!

Ein Fahrtbericht von Juliana Örs (Q1): Nach wochenlangem Regen in dieser Gegend landeten wir bei fast 30 Grad in Porto, Nordportugal und fuhren dann nach Bueu, Galizien weiter.
Der erste Besuch in unserer Partnerstadt Bueu war ein voller Erfolg, was jedoch nicht nur am tollen Wetter lag. Aufgrund des kuriosen und außergewöhnlichen Schulstreiks, waren wir nun leider nicht in der Lage, den spanischen Unterricht zu besuchen, sondern waren gezwungen, zahlreiche unterhaltsame Aktivitäten außerhalb der Schule zu unternehmen.

Am Tage unserer Ankunft wurden wir erst mit den Schülern selbst und anschließend mit der Schule bekannt gemacht und durften danach unsere Gastfamilien kennenlernen. Die Fürsorglichkeit und Herzlichkeit der Gastfamilien ist nicht in Worten zu fassen. Jede einzelne unserer Gastfamilien hat uns herzlich in die eigene Familie aufgenommen und zudem reichlich mit Essen versorgt. Am zweiten Tag unseres Aufenthalts haben wir eine geführte, sehr informative Wanderung am Kap "Cabo Udra" unternommen. Da der Wanderweg von starken Unebenheiten geprägt war, und es des öfteren bergauf und immer wieder bergab ging, war diese Aktivität äußerst anstrengend und anspruchsvoll, dennoch konnten wir den Tag an einem der vielen Strände Galiziens mit direktem Ausblick aufs Meer ausklingen lassen. Außerdem haben wir am Abend den Sonnenuntergang beobachtet.
Am Mittwoch ging es dann ins "Museo Massó", wo wir einiges über die Geschichte der Stadt Bueu und der damit zusammenhängenden Fischerei kennenlernen durften.
Donnerstag war dann der Höhepunkt unserer Reise, denn wir haben den ganzen Tag in Santiago de Compostela verbracht. Ein Ort, an dem es äußerst interessante Monumente zu beobachten gibt und die berühmte Kathedrale, welche ein Ziel vieler Pilger war und auch heute noch ist. Abends ging es dann mit dem Zug zurück nach Vigo und dann mit dem Schiff über die Ría (eine Art nordspanischer Fjord) in Bueus Nachbarstadt Cangas.
Unseren letzten Tag, vor unserer Abreise, haben wir in Cangas verbracht. Eine Stadt, mit wunderschönem Ausblick auf das Meer und die Heimat vieler ananasähnlicher Palmen. An dieser Stelle möchten wir euch noch ein (erfahrungsgemäß) erwähnenswertes Erlebnis darstellen: Die Fahrkünste der Spanier (und spanischen Lehrerinnen!!!) auf deren äußerst engen und kurvenreichen Straßen haben uns immer wieder aufs Neue erstaunt und sprachlos gemacht.
Somit ist eins definitiv sicher: Niemand von uns würde HIER seinen Führerschein freiwillig machen wollen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich unsere Reise nach Galizien auf jeden Fall gelohnt hat und es für uns definitiv eine Erfahrung wert war.

Anmerkung: Also eigentlich haben wir den letzten Tag in Porto (Portugal) verbracht. Jedoch waren wir alle bei knapp 30° und nach einer langen Abschiedsnacht derart geschwächt, dass nur noch das anwesende Lehrpersonal die Schönheit der Stadt und das besondere Ambiente genießen konnte.
U. Rose de Vries