Verabschiedung in den Ruhestand

Zum Ende des Schuljahres 2015/16 werden am Gymnasium Harsewinkel drei Lehrkräfte verabschiedet, von denen zwei gleichsam zum pädagogischen Urgestein der Schule gehören. In einer kleinen Feierstunde am Donnerstag, dem 07. Juli, werden Schulleiter Lambert Austermann und das Kollegium der Schule die verdienstvolle Arbeit der Pädagogen würdigen.

Zunächst ist Studiendirektor Detlev Brünger zu nennen, der vielen als stellvertretender Schulleiter ein Begriff geworden ist und nun seinen wohlverdienten Ruhestand antreten wird. Nach seiner Lehrtätigkeit am Kreisgymnasium Halle gehörte er seit 1992 zum Lehrerteam der ersten Stunde am gerade neu gegründeten Gymnasium Harsewinkel. 2002 wurde der Lehrer für Mathematik, Physik und Informatik zum stellvertretenden Schulleiter ernannt. Über viele Jahre hinweg saß Detlev Brünger an den Schaltstellen der Schulverwaltung und arbeitete in oft mühevoller Kleinarbeit an der Erstellung des Stunden- und Vertretungsplanes sowie an der Anwendung und Pflege von Schulverwaltungssoftware. Darüber hinaus war er in der informationstechnologischen Frühphase der Schule mit der Einrichtung der ersten Computerräume und der Netzwerkadministration betraut. Auch die Betreuung der Physiksammlung gehörte zu seinen Aufgabenbereichen. Als Kassenwart war er Vorstandsmitglied des Fördervereins des Gymnasiums. Für das frühere Landesinstitut für Schule und Weiterbildung in Soest entwarf, testete und bewertete er drei Jahre lang digitale Unterrichtsmaterialien für die Fächer Mathematik und Physik und war im Bereich der Lehrerfortbildung tätig.

Die langjährige Vorsitzende der Fachschaft Deutsch, Irene Klüsener, wird mit dem Ende des aktuellen Schuljahres zunächst ein Freistellungsjahr antreten, um dieses dann 2017 nahtlos in den Vorruhestand und später den endgültigen Ruhestand übergehen zu lassen. Gemeinsam mit dem vorgenannten Detlev Brünger wechselte sie 1992 vom Kreisgymnasium Halle nach Harsewinkel. Der Lehrerin für die Fächer Deutsch und Kunst war es über ihre Unterrichtstätigkeit hinaus immer eine Herzensangelegenheit gewesen, verschiedene Projekte zur Leseförderung anzustoßen. So verdankt die Schule ihr die Entwicklung der Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Harsewinkel, die Organisation vieler Autorenlesungen und der Vorlesewettbewerbe in den sechsten Klassen sowie verschiedener Aktionen zum Welttag des Buches oder des bundesweiten Vorlesetages. Unermüdlich sorgte sie dafür, dass die Schüler des fünften Jahrganges alljährlich die Weihnachtsaufführungen im Theater Bielefeld besuchen konnten. Ein wichtiges Anliegen war ihr immer die Koordination der schulischen Maßnahmen zur Rechtschreibförderung, vor allem auch die Zusammenarbeit mit dem Lernserver der Universität Münster. Irene Klüsener freut sich nach dem Ende ihrer aktiven Zeit im Schuldienst nunmehr darauf, ihre Alltagshelfertätigkeit für Flüchtlinge in ihrer Heimatgemeinde Herzebrock-Clarholz ausbauen zu können und endlich mehr Zeit für spontane Reisen in ihr Lieblingsreiseland Frankreich zu haben.

Mit Studiendirektorin Monika Stahnke-Bartodziej freut sich schließlich noch eine dritte Lehrkraft der Schule auf die unterrichtsfreie Zeit des Ruhestandes. Die Lehrerin für Englisch und Geschichte studierte in Freiburg und Münster und trat nach ihrem Referendariat in Herford ihre erste Stelle am Abendgymnasium in Bielefeld an. Seit 1997 unterrichtete sie am Ratsgymnasium Wiedenbrück und wechselte damit 2006 von einem der ältesten Gymnasien der Region zu einem der jüngsten, nämlich dem Gymnasium Harsewinkel. Hier kümmerte sie sich zunächst um die Organisation des Bereichs der individuellen Förderung. In ihren Tätigkeitszeitraum fallen zwei wichtige Auszeichnungen des Ministeriums für Schule und Weiterbildung: 2006 erhielt das Gymnasium das Gütesiegel für individuelle Förderung, seit 2016 gehört es zum Netzwerk der „Zukunftsschulen NRW". Doch damit nicht genug war Monika Stahnke-Bartodziej auch verantwortlich für Aufbau und Koordination des Ganztages mit Mensa, Caféteria, Selbstlernzentrum, Mittagspausenangeboten und vielem mehr. Bis 2014 war sie zudem noch Mitglied der Steuergruppe des Gymnasiums und des Planungsteams für die Kultourfeste der Schule. Wie ihre Kollegin Irene Klüsener plant auch Monika Stahnke-Bartodziej neben ihrem sozialen Engagement in ihrem Wohnort Steinhagen eine verstärkte Reise- und Studientätigkeit, vor allem außerhalb der Hauptferienzeiten. Ihr haben es insbesondere die italienische Sprache und Lebensart angetan.

Die Schulgemeinschaft des Gymnasiums dankt allen vorgenannten Lehrkräften für die vielen Jahre ihres unermüdlichen Einsatzes. Wir wünschen Herrn Brünger, Frau Klüsener und Frau Stahnke-Bartodziej einen erfüllten Ruhestand.

Foto (v. li. n. re.):

Detlev Brünger, Irene Klüsener, Monika Stahnke-Bartodziej

Text: Martin Turowsky